Welche UMTS-Antenne für meinen Einsatzzweck?

Wie wähle ich die passende UMTS-Antenne für mich aus?

Es gibt inzwischen viele unterschiedliche UMTS-Antennen und der Anwender ist überfordert die richtige Wahl zu treffen

Mit diesem Leitfaden finden sie zu ihrer Antenne

Eine Info des e-shops von Brennpunkt S.R.L.
© Ing. Friedrich Rappl, E-Mail: brennpunkt-srl@web.de



Generell kann man jede unserer UMTS-Antennen für jedes UMTS-Gerät (egal ob Stick oder Router) verwenden (wir liefern mit passendem Stecker).
Wir haben unterschiedlich leistungsstarke Antennen, aus denen man wählen kann.

Für die Auswahl einer Antenne empfiehlt es sich, zuerst die Empfangssituation an möglichen Antennenstandorten zu überprüfen. Informieren sie sich dazu auch, wo die nächsten Sendemasten des betreffenden Providers stehen (Netzabdeckungskarte des Providers, http://emf2.bundesnetzagentur.de/karte.html oder Anruf beim Provider).

Gute Antennenstandorte sind außerhalb des Hauses, vorzugsweise hoch am Haus, Giebelwand, Dach.
Auch wenn man durch Aufstellung in Innenräumen auch gute Erfolge mit leistungsstarken Antennen erzielen kann, erreichen die Antennen bedingt durch die vielen dort vorhandenen Reflektionen oft nicht die mögliche Leistung.

Für eine leistungsfähige Antenne ist ein möglichst homogenes Strahlungsfeld erforderlich! Ein solches hat man in der Regel, wenn eine Sichtverbindung zum Sendemast besteht. Erreicht die Strahlung nur über Reflektionen die Antenne, kann sich dies ungünstig auf den Antennengewinn auswirken. In ungünstigen Fällen, ist das Signal dann schwächer als mit der eingebauten Antenne.
Vorsicht ist hinter Fenstern geboten. Isolierglasfenster haben seit vielen Jahren eine Metallbeschichtung zur besseren Wärmedämmung (die sieht man nicht) und da geht Strahlung schlecht durch. Man hat daher nicht unbedingt Erfolg damit, eine Antenne innen auf das Fensterbrett zu stellen, weil man von dort Sicht zum Sendemast hat. Außen am Fensterbrett ist der geeignetere Standort. Wenn sie wegen dem Kabel nicht nach außen durchbohren wollen, haben wir geeignete Fensterdurchführungen.

Haben sie eine Sichtverbindung zum Sendemast, können sie anhand der Entfernung bereits eine Auswahl treffen. Sie finden unten bei den Antennen jeweils eine Empfehlung bis zu welcher Entfernung sie etwa eingesetzt werden können.

Testen sie auf alle Fälle mit ihrem UMTS-Gerät, wie gut der Empfang an den möglichen Antennenstandorten ist.

a) Geräte mit externen Antennenanschluß
  • Haben sie sehr guten Empfang, dann reicht ihnen bereits eine kleine UMTS-Rundumantenne wie unsere UMTS-OmniSmart.

  • Könnte der Empfang etwas besser sein, dann lösen sie dies mit unseren UMTS-BQsmart- und QQ-smart-Antennen. Diese sind für Reichweiten von etwa 5km zum Sendemast bei Sichtverbindung ideal.

  • Haben sie schwachen Empfang, nehmen sie unsere log.per.BreitbandRichtantenne oder unsere LTE58-A. Für Reichweiten bis etwa 10km bei freier Sicht.

  • Ist das UMTS-Signal ganz schwach, ohne daß jedoch eine Verbindung zustande kommt, ist unsere UMTS-ArrayQQ-Antenne geeignet, mit Reichweiten bis ca. 15km bei freier Sicht oder auch unsere UMTS-Yagi-Antenne, bei welcher sie aber wegen der geringeren Bandbreite auf das GSM1800-Band verzichten müssen.

  • Für maximale Verstärkung haben wir unseren UMTS-Parabol-Antennenblock. Diesen kann man in jede beliebige SAT-Schüssel statt dem LNB montieren. Alleine der Durchmesser des Parabolspiegels bestimmt dann die Verstärkung der Antenne. Mit 1,5m Durchmesser bekommt man Reichweiten bis 40km bei freier Sicht.
a) Geräte ohne externen Antennenanschluß
  • Für Sticks und kleine UMTS-Modems ohne externen Antennenanschluß eignet sich unserer Grid4Stick-Antenne. Das Gerät wird mit USB-Kabel gewünschter Länge im Brennpunkt der Antenne positioniert. Eine einfache und effektive Lösung ohne Manipulationen am Stick.
  • Für deutlich mehr an Gewinn eignet sich unser Parabol-Stickblock. Diesen kann man samt eingefügten Stick in der LNB-Halterung jeder SAT-Schüssel befestigen. Der Gewinn ist dabei abhängig vom Durchmesser des Parabolspiegels.
Hier finden sie die Beschreibung mit Abbildungen unserer UMTS-Antennen


Länge des Antennenkabels

Wenn sie nun einen Antennenstandort gewählt haben, ist auch die benötigte Kabellänge bis zu ihrem UMTS-Gerät bekannt.

Antennenkabel haben Verluste. Für unser Microcell5+ Kabel betragen diese für UMTS-Frequenzen ca. 0,43dB/m.
Bei einem 12m langen Kabel und einem Pigtail/Adapterkabel zum UMTS-Gerät hat man damit bereits ca. 6dB Verlust.
6dB Verlust reduzieren die mögliche Reichweite auf die Hälfte.

Haben sie ein kräftiges Signal am Antennenstandort, ist auch ein 20m langes Kabel zusammen mit einer leistungsfähigen Richtantenne kein Problem.
Ist das Signal jedoch schwach, dann sollte das Kabel nicht länger als notwendig sein (3-5m ist o.k.).

Um das Kabel kurz zu halten, haben sie folgende Möglichkleiten:

1) Setzen sie den UMTS-Stick in Antennennähe und verbinden sie den Stick mit dem Computer über ein langes USB-Kabel. Die max. Länge eines USB-Kabels ist 5m. Haben sie längere Strecken zu bewältigen, können sie zusätzlich bis zu 4 aktive Kabel mit 5m verwenden.
Es gibt auch Konverter von USB auf Netzwerkkabel und wieder retour. Mit solchen lassen sich Strecken von bis zu 60m bewältigen.

2) Verwenden sie einen UMTS-Router (z.B. Huawei B970, web & walk box IV, EasyBox, Fitz!Box, EDIMAX, usw.). Manche Router haben das UMTS-Empfangsteil eingebaut, andere haben einen USB-Steckplatz für den Stick. Die UMTS-Antenne ist immer an den UMTS-Empfangsteil anzuschließen, d.h. ggf. an den Stick. Bei den Routern mit UMTS-Stick haben sie auch die Möglichkeit den Stick über ein 5m langes USB-Kabel anzuschließen. Eine weitere Verlängerung mit aktiven Kabeln ist jedoch bei den uns bekannten Geräten nicht möglich.

Lange Antennenkabel kann man mit einer leistungsfähigeren Antenne kompensieren.
Eine Kabellänge von 15m kompensiert man daher mit einem höheren Gewinn der Antenne von 4-5dB.


Vorschriften

Für UMTS ist eine max. EIRP
(Equivalent Isotropic Radiated Power) von 24dBm erlaubt.

Man darf daher nicht beliebig starke Antennen an die UMTS-Geräte anschließen, will man sich im erlaubten Rahmen bewegen.

Die EIRP errechnet sich nun wie folgt:

EIRP in dBm = Ausgangsleistung UMTS-Gerät in dBm + Antennengewinn in dBi - Verluste in Kabel, Stecker, usw. in dB

Der sich ergebende Zahlenwert darf für UMTS-Endgeräte nicht höher als 24 sein.

Die Ausgangsleistungen der UMTS-Geräte sollten im Datenblatt angegeben sein, bzw. müssen beim Hersteller / Lieferanten erfragt werden. Werte für leistungsfähige Router, PCMCIA- und Express-Karten liegen bei ca. 21-22dBm bei Sticks teilweise auch deutlich weniger.

Näheres dazu finden sie auf unserer WebSeite:
Vorschriften



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