Fritz!Box 7270, 7390 und 7490 ® 
DECT- und WLAN-Antennen-Anschlüsse einfach nachrüsten

mit unseren fertigen Pigtails mit Einbaustecker / Einbaubuchse

Wenn die Reichweite ihres DECT- oder WLAN-Gerätes zu gering ist, bietet es sich an, einen Antennenanschluß nachzurüsten und daran eine leistungsfähige Antenne anzuschließen

e-shop von
Brennpunkt S.R.L. / Ing. Friedrich Rappl
Brennpunkt S.R.L., Valea Cernatului 47, RO-505600 Sacele, E-Mail: brennpunkt-srl@web.de


Jedes Gerät ohne externe Antennenbuchse kann für den Anschluß einer externen Antenne nachgerüstet werden.

Die Nachrüstung eines Anschlusses für eine externe Antenne ist weder schwierig noch aufwändig und kann von jederman erledigt werden.
Alles was man dazu benötigt, ist ein kleiner Lötkolben (teilweise auch ohne zu löten bei vorhandenen U.FL-Buchsen) und eine Möglichkeit ein Loch zu bohren (zur Not tut es ein spitzer Gegenstand / Schere / Messer).

Die Materialien zur Nachrüstung erhalten sie preiswert bei uns. Hier der Link zur Bestellseite:
Für DECT-Antennen ((Pigtail zum Einlöten): Pigtail SMB-Einbaustecker / 20cm Kabel / freies Ende
Für WLAN-Antennen ((Pigtail zum Einlöten): Pigtail / SMA-RP-Einbaubuchse / 20cm Kabel / freies Ende
Für WLAN-Antennen ((Pigtail zum Stecken): Pigtail Einbaubuchse nach Wahl / 15cm Kabel / IPAX (Hirose U.FL)

   
SMB-Einbau-Stecker speziell für DECT oder SMA-RP-Einbaubuchse für WLAN oder SMA-RP-Einbaubuchse mit U-Fl-Stecker


Umbauanleitungen für die Fritz!Box 7270, 7390 und 7490
Es wird im Gehäuse an geeigneter Stelle ein 5mm Loch für DECT- und/oder ein 6,5mm Loch für WLAN-Antennenbuchse gebohrt und der Einbaustecker / die Einbaubuchse montiert.

DECT-Antennenanschluß bei Fritz!Box 7270 nachrüsten:
Die Antenne auf der Platine ist jeweils auszulöten und stattdessen das Kabel an den markierten Punkten anlöten.



DECT-Antennenanschluß bei Fritz!Box 7390 nachrüsten:


DECT-Antennenanschluß bei Fritz!Box 7490 nachrüsten:
   

WLAN-Anschluß bei der Fritz!Box 7490 nachrüsten:
Für jeweils einen 5GHz (links) und einen 2,4GHz (rechts) WLAN-Antennenanschluß sind U.Fl-Buchsen auf der Platine vorhanden.
Diese können daher einfach durch Pigtails mit U.Fl-(IPAX)-Stecker und mit SMA-RP-Einbaubuchse am anderen Ende ersetzt werden.


Will man einen weiteren WLAN-Antennenanschluß, ist dies durch Modifikation auf der Platine und Löten zu bewerkstelligen.


Der ganze Umbau sieht dann wie folgt aus:


Bei anderen Geräten gehen sie analog dazu vor.
Bei Geräten, die zwei DECT-Antennen haben (wie im Bsp. 7270 oben), ist nur eine davon die Hauptantenne. Die andere ist nur eine Diversity-Antenne (diese kann nicht als zweite Antenne unabhängig von der Hauptantenne genutzt werden!). Der Antennenanschluß muß unbedingt an die Hauptantenne (im Zweifelsfall einfach ausprobieren, an welcher sich Erfolg einstellt).

Bei älteren Geräten nach WLAN b/g-Standard mit zwei Antennen ist es analog. Nur eine davon die Hauptantenne. Die andere ist nur eine Diversity-Antenne (diese kann nicht als zweite Antenne unabhängig von der Hauptantenne genutzt werden!). Der Antennenanschluß muß unbedingt an die Hauptantenne (im Zweifelsfall einfach ausprobieren, an welcher sich Erfolg einstellt).



So Nicht!
Es erreichen uns immer wieder Bilder von Kunden, die darüber klagen, daß ein Umbau nicht funktioniert.
Dies liegt meist daran, daß sich viele ungern die Zeit nehmen, um sich ausreichend zu informieren.
Wir helfen ja gerne weiter, erwarten aber schon etwas Initiative der Kunden sich umfassend zu informieren. Wir können nicht bei jedem anfangen die Grundlagen zu erklären.
Auf unseren Webseiten haben wir eine Fülle von Informationen zu solchen Dingen. Wer das ausführlich durchliest, macht schon mal nichts grob falsch.

Ein krasses Beispiel, wie es keinesfalls funktioniert, wollen wir hier an Hand eines Umbauversuchs eines Kunden an seinem DECT-Beetel vorstellen:


Hier die Fehler näher beschrieben:
1) Eine solche Antennenbuchse, wie sie rechts unten eingebaut ist, ist völlig ungeeignet. Es kann daran kein Schirm auf HF-günstige Weise angeschlossen werden. Man benötigt eine Einbaubuchse, an die ein Koaxkabel angecrimpt werden kann.
2) Der blaue Draht soll das Hochfrequenzsignal an die Buchse führen. So ein Draht ist für einen solchen Zweck auch wieder völlig ungeeignet. Ein HF-Signal ist über ein Koaxkabel weiterzuleiten. Jeder hat zu Hause einen Fernseher stehen. Da nutzt man doch auch ein Koaxkabel (sei es von der SAT-Schüssel oder vom Kabelanschluß) zum Fernseher und nicht irgend einen Draht.
3) Die Signale zu den Antennen sind mit ANT0 und ANT1 bezeichnet. Es ist ANT0 (das ist die Hauptantenne) an die Antennenbuchse zu führen. ANT1 ist für die Diversity-Antenne. Wird eine kräftige externe Antenne an ANT0 angeschlossen (Richtantenne, Sektorantenne, Rundumantenne an exponierter Stelle, mit wenig Reflexionen), kann auf eine Diversity-Antenne verzichtet werden. Wenn man nicht weiß, welches die Hauptantenne ist (nicht in jedem Gerät ist das so beschriftet), so muß man es ausprobieren (mal an der einen dann an der anderen anlöten).
4) Schließlich kann man auch nicht irgendwo anlöten. Damit der ganze Signalpegel an die Antennenbuchse gelangt, muß die interne Antenne abgetrennt werden (Leiterbahn mit scharfem Messer 1mm breit durchtrennen). Andernfalls teilt sich das Signal auf interne und externe Antenne auf (ergibt halben Pegel und damit geringere Reichweite). Zudem hat man noch eine Fehlanpassung durch die parallel geschalteten Antennen, was den Pegel weiter reduziert. Selbstverständlich ist dort anzulöten, wo das Signal an die Antenne zugeführt wird. Am Endedes Antennenelements ist natürlich nichts mehr vom Signalpegel übrig - sollte doch alles abgestrahlt sein (Hochfrequenz verhält sich schließlich anders als Gleichstrom und niederfrequenter Wechselstrom aus der Steckdose).

So ist es richtig:


Nach diesen Tips von uns, fuktioniert es bei diesem Kunden nun prima.

Anleitung zum Anlöten eines RG174-Kabels zur Nachrüstung eines externen Antennenanschlusses
Isolieren sie vom Koaxkabel ein ausreichendes Stück Innenleiter ab (Schirm dabei durchschneiden) und verzinnen sie dies, schneiden sie dann noch 2-3mm die Außenisolierung ab, damit der Schirm 2-3mm frei liegt. Wickeln sie nun einen dünnen blanken Draht (z.B. 0,2mm) mit mehreren Windungen dicht aneinander über den Schirm und verzinnen sie diese. Löten sie dann den umwickelten Schirm auf die blankgemachte Massefläche auf der Platine. Verlöten sie dann den Innenleiter (so stark gekürzt wie möglich) mit der signalführenden Leiterbahn.

!Wichtig! für niedrige Verluste ist, daß alle Störstellen im Signalweg so kurz wie möglich gehalten werden (5mm sind schon zuviel!). Ein Stückchen Innenleiter ohne Schirm (das ist eine erhebliche Störstelle) sollte deshalb so kurz wie möglich sein. Mit zentimeterlangem entschirmtem Mittelleiter und langen Schirmzöpfen kann man 90% Signalpegel vernichten.



Übersicht unserer DECT-Antennen - Omni-, Richt- und Sektorantennen


!!! Das allerwichtigste zu Antennen !!!

Die physikalischen Gesetze lassen sich nicht überlisten!
Eine Antenne ist kein Perpetum Mobile (auch wenn manch ein Anbieter von Antennen diese Erwartung weckt)
 Sie kann nur so viel Energie abstrahlen, wie sie vom Gerät erhält.
Eine Antenne mit höherem Gewinn konzentriert die Strahlung auf eine Vorzugs-Richtung oder auf eine Ebene. Nur durch die Konzentration der Strahlung in eine Richtung oder auf eine Ebene ergibt sich ein höherer Antennengewinn und nur in dieser Richtung / dieser Ebene hat man dann eine höhere Reichweite, was auf Kosten der Reichweite in allen anderen Richtungen geht.
Je höher der Gewinn einer Antenne, umso enger ist die Konzentration der Strahlung auf eine Richtung / Ebene.
Je stärker die Strahlung gebündelt ist, umso weiter reicht sie.
Antennen mit hohen Gewinnen haben die Strahlung daher immer auf einen sehr schmalen Bereich gebündelt (bei Rundumantennen ist die Strahlung auf die waagrechte Ebene konzentriert - Eignung für einzelnes Stockwerk / ebenes Freigelände).
Damit kann eine Antenne, die kugelförmig in alle Richtungen strahlt, auch keinen Gewinn haben.


Soll ein Gerät ein Haus mit mehreren Stockwerken versorgen (d.h. die Antenne muß kugelförmig rundum abstrahlen, ohne daß die Strahlung irgendwie konzentriert werden könnte), kann daher ein Reichweitenproblem nicht mit einer Antenne gelöst werden!

Fazit:
Man kann ein Reichweitenproblem nur dann mit einer Antenne lösen, wenn man die Strahlung auf eine Ebene oder in eine Richtung einschränken kann.




Richtantenne oder Rundumantenne? Was ist generell besser?
Eine Richtantenne ist einer Rundumantenne (Omni-Antenne) in mehrfacher Hinsicht überlegen.
Aus beiden Gründen reagiert eine Richtantenne damit auch weniger stark auf inhomogene Strahlungsfelder.

Häufige Probleme bei Rundum- und Sektorantennen mit hohen Gewinnen
In Innenräumen und im bebautem Bereich können sich vorhandene Reflektionen negativ auf den Antennengewinn auswirken (Problem tritt auf bei Antennen mit größeren Baulängen/Baugrößen - und seien sie sicher, das Problem tritt immer auf, denn man hat eine Elektro-, Wasser-, Heizungsinstallation, man hat Metallregale, Stühle mit Metallgestell usw. Und dies alles reflektiert die Strahlung und macht ein inhomogenes Feld - da funktioniert eine große Omni nicht mehr mit ihrem angegebenen Gewinn). Mit 5 bis 7dBi Omnis, ca. 8dBi bei Sektorantennen ist man da meist am besten bedient.

Außenmontage an Fasade und auf dem Dach, sowie auch große Räume, Büros, Werkshallen sind günstige Standorte für eine Rundum- oder Sektor-Antenne mit höheren Gewinnen.


Eine Rundumantenne mit höheren Gewinnen, strahlt nicht kugelförmig rundum!
Eine Omni-Antenne mit hohem Gewinn strahlt vorzugsweise in der horizontalen Ebene 360° rundum. Der Strahlungswinkel in vertikaler Richtung hängt mit dem Antennengewinn zusammen. Je höher der Gewinn, umso schmäler ist der Winkel.
Benötigen sie eine stockwerksübergreifende, kugelförmige Abstrahlung, so sind sie mit der kleinen Antenne, die in den Geräten enthalten ist, am besten bedient.

Ausführliche Hinweise zu Omni-Antennen finden sie auf: http://www.brennpunkt-srl.de/Omni-Rundstrahl-Antennen.html


Nicht alle Reichweitenprobleme lassen sich alleine mit Antennen lösen.
Die häufigste Ursache für mangelnde Reichweite liegt an schlechten Geräten. So ist es naheliegend, diese Ursache durch Austausch der Geräte gegen bessere oder Einsatz zusätzlicher guter Geräte, zu beseitigen.

Als Lektüre dazu sei unsere Seite zu Repeatern empfohlen: Repeater für WLAN und DECT

Viele Repeater sind bereits vom Konzept eine Fehlkontruktion und erhöhen die Reichweite nur wenig. Somit werden
häufig die Erwartungen an diese Geräte meist nicht erfüllt.

Sinn macht nur ein Repeater, der mit einer eingebauten Rundumantenne die Mobilteile versorgt und mit einer Richtantenne die weite/schwierige Strecke zur Basisstation herstellt.


Folgende
DECT-Repeater haben dies:
DECT-Repeater RTX4002
COMfortel DECT Repeater.2 von Auerswald
Hama,  Snom und Siemens DECT-Repeater


Eine gute Lösung ergibt sich auch mit zwei universellen WLAN-Accesspoints über Netzwerkkabel verbunden
Den einen als WLAN-Client konfigurieren und mit einer Richtantenne ausrüsten, den anderen als AccessPoint mit einer Rundumantenne zur Kommunikation mit der umliegenden Computern.





Hier noch Infos:
Reichweite erhöhen mit leistungsfähigen DECT-Antennen
WLAN-Reichweite vergrößern mit Antennen - welche Antenne ist die richtige für mich?


Vorschriften:

Hier die unserer Ansicht wichtigsten Punkte zu  DECT und WLAN:
Was ist EIRP (Equivalent Isotropic Radiated Power) ?
EIRP ist die Sendeleistung an einem Isostrahler (fiktive Antenne, die in alle Richtungen gleich stark strahlt, diese hat 0dBi Gewinn, das ist ein Gewinn vom Faktor 1). Man darf man keine Feldstärke erzeugen, die an irgendeiner Stelle größer ist, als die eines Isostrahlers bei 24dBm Sendeleistung. Hat man nun eine Antenne mit Gewinn im Vergleich zum Isostrahler (der Gewinn kommt daher, daß die der Antenne zugeführte Leistung nicht gleichförmig in alle Richtungen, sondern konzentriert in bestimmte Richtungen gestrahlt wird) so muß man die Sendeleistung entsprechend reduzieren (bei manchen Geräten per Software möglich) um im gesetzlich zulässigen Rahmen zu bleiben. Die auftretenden Verluste in den Kabeln, Steckern, Splittern usw. können berücksichtigt werden.

Mit dieser Vorschrift ist gewährleistet, daß nicht jemand mit einem stark gebündelten Strahl einen anderen übertönt und diesen damit unhörbar macht. Eine kräftige Richtantenne ist daher vergleichbar mit einer hohen Sendeleistung.


So darf der Zahlenwert aus nachfolgender Formel keinen größeren Wert als 24 bei DECT (20 bei WLAN)ergeben, damit es zulässig ist:
Ausgangsleistung ohne Antenne in dBm + Antennengewinn in dBi - Verluste in Kabel, Stecker, usw. in dB <= 24

Viele Hersteller geben die Ausgangsleistung in dBm einschließlich dem Antennengewinn an. Die mit den Geräten meist mitgelieferten kurzen Antennen haben ca. 2dBi, die man bei einer Berechnung mit einer anderen Antenne dann abziehen kann. Leider geben viel Hersteller die Sendeleistung gar nicht an. Ggf. beim Händler oder Hersteller nachhaken.

Verantwortlich für die Einhaltung des Wertes, wenn Veränderungen an den Geräten vorgenommen werden, ist der Betreiber. Schließlich sind Geräte, Antennen, Verlängerungskabel, usw., in beliebiger Art und Länge kombinierbar. Wenn das Gerät unverändert verwendet wird, dann garantiert der Hersteller mit der Konformitätserklärung für die Einhaltung der Werte.

Wie bereits erwähnt, sind diese Vorschriften dafür gemacht, ein problemloses Miteinander zu ermöglichen und sollten nicht als Schikane empfunden werden. Es sollte sich jeder schon im eigenen Interesse daran halten. Bei Verstößen kann das ganze Equipment beschlagnahmt werden. Außerdem kann zusätzlich zu den Kosten der Überprüfung eine Strafe drohen.

® ggf. eingetragene Warenzeichen

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