Tipps rund um die UMTS-Antenne
UMTS-Antenne gekauft - trotzdem geht nichts!
Eine Info des e-shops
von Brennpunkt S.R.L. / Ing. Friedrich Rappl
© Ing. Friedrich Rappl, Valea
Cernatului 47,
RO-505600 Sacele,
E-Mail: brennpunkt-srl@web.de
Leider
haben einige wenige
Prozent unserer Kunden Probleme mit den
Antennen, obwohl bei Überprüfung von
rückgesendeten Antennen, diese
ordnungsgemäß funktionieren. Es ist auch immer
schwierig, aus der Ferne die richtige Diagnose zu stellen, die auch
eine Lösung des Problems bringt.
So haben wir hier
zusammenfassend einige Tips, mit denen wir schon vielen helfen konnten
ihr Problem zu lösen. Wir hoffen, daß auch der
passende Hinweis für sie dabei sein wird.
Folgende
Möglichkeiten zur Problembehebung könnte es geben:
- Achten
sie darauf, daß der Antennenstecker in der Buchse des
Gerätes spürbar/hörbar eingerastet ist, nur
so wird die externe Antenne wirksam.
- Achten sie auf
die Polarisierung der Antenne. Insbes. die log.period.
Breitbandantenne wird immer wieder falsch polarisiert verwendet. Die
kleinen Einzelelemente müssen senkrecht stehen (so wie auch auf unserer Web-Seite abgebildet).

- Richtantennen (das sind in der Regel alle Antennen mit höheren Gewinnen) müssen in Richtung
UMTS-Mast ausgerichtet werden (eine falsch ausgerichtete Antenne kann
ein schwächeres Signal als die kleine Originalantenne
bringen).
- Ist
der Standort vom UMTS-Mast unbekannt, dann drehen sie die Antenne ganz
langsam schrittweise rundum, bis sich max. Signalstärke einstellt.
Nehmen
sie sich ausreichend Zeit dafür und warten sie nach jedem
Weiterdrehen wenigstens 20s, um die Signalstärke festzustellen
(eine Änderung wird nur sehr träge angezeigt - dies liegt an den
Geräten, die den Wert gedämpft und stark verzögert zur Verfügung
stellen). Sie
können erst in etwas größeren Drehschritten vorgehen
und wenn die Richtung in etwa klar ist, eine Feinausrichtung vornehmen.
Bei
günstigen Empfangsbedingungen ist keine genaue Ausrichtung
notwendig.
!!!!!!!!!!
Ist
jedoch das Empfangssignal ganz schwach, so muß die
Antenne sehr genau ausgerichtet werden.
!!!!!!!!!!
Das
Freeware-Programm MWconn von Markus
Weber mit Pegelanzeige in dB und % ist eine wertvolle Hilfe zum Suchen
des
besten Antennenstandplatzes und Ausrichten der Antenne auf max.
Signalpegel. http://www.mwconn.com
- Je
nach baulichen Gegebenheiten muß nicht der
nächstgelegene UMTS-Mast das stärkste Signal liefern.
Bedingt durch Bauwerke kann der nächstgelegene
stärker abgeschirmt sein, als ein weiter entfernt liegender.
- Rundumantennen
bieten sich vorwiegend für mobilen Einsatz an, wenn der Empfang aus
unterschiedlichen Richtungen kommen kann (Auto, Wohnmobil, Schiff,
usw.). Rundumantennen sind Richtantennen hinsichtlich des
Antennengewinns in der Regel deutlich unterlegen und sollten daher auch
nur im mobilen Einsatz verwendet werden. Achten sie bei kleinen Rundumantennen auch auf die nicht unerheblichen Kabelverluste. Kleine Rundumantennen eignen sich nur, wenn am Antennenstandort guter Empfang ist und am Computerstandort schlechter. Die Verbesserung erreicht man überwiegend durch den veränderten Antennenstandort und nicht durch den Antennengewinn.
- Die Verteilung
und Ausbreitung der Strahlung ist sehr von baulichen Bedingungen
abhängig. Und da kommt es darauf an, wie die bauliche Umgebung
(Wände, Decken, Metallregalteile, Baustahl,
auch nicht sichtbare Elektro-, Wasser-, Heizungs-Installationsleitungen, Strom- und Datenkabel ...) dies beeinflußt. Manchmal
bewirken deshalb schon kleine örtliche Änderungen der
Aufstellung der Antenne erhebliches. Dies hängt dann meist mit
Reflektionen und/oder Abschirmungen durch schwer durchdringliche
Bauwerke (z.B. Stahlbetondecken und Wände) zusammen.
- Häufig
ist es in bebautem Gelände nicht
möglich,
auf dem Niveau der unteren Häuseretagen UMTS zu erreichen. Ein
möglichst hoch gelegener Antennenstandort wirkt dann oft
Wunder (hoch
oben an der
Hauswand/Giebelwand
oder auf dem Dach/auch im Dachraum). In
größerer
Höhe sind
meist weniger hinderliche Bauwerke im Wege. Optimal ist
natürlich
eine Sichtverbindung.
Maximale
Reichweiten sind nur bei möglichst ungestörter Sicht
auf den
Sendemast möglich. Wer per Laptop die Möglichkeit
hat, soll
an diesen Örtlichkeiten den
günstigsten
Antennenstandort mal
ausloten. Die Vorteile eines guten Antennenstandortes überwiegen die Nachteile eines längeren Kabels. Antennen
mit bis zu 20m Kabel sind bei uns keine Seltenheit.
- Wenn
das Signal nicht direkt sondern nur über (z.T. viele)
Reflektionen empfangen wird (d.h. aus einer oder vielen anderen
Richtungen, als der Mast steht) kann es Probleme mit einer Richtantenne
geben. Meist hilft dann nur ein höherer Standort für
die
Antenne (Hauswand/Hausdach), wo keine oder weniger Reflektionen
vorhanden sind. Manchmal bringt dann auch ein Schwenken aus der
Horizontalen oder ein Drehen auf eine andere Polarisationsebene einen
Erfolg.
- Antennen mit höheren Gewinnen benötigen ein homogenes Strahlungsfeld um gut zu
funktionieren.
Ein solches hat man in der Regel bei Sichtverbindung zum Sendemast. In
Innenräumen dagegen, hat man oft sehr viele Reflektionen und
da
kann es vorkommen, daß eine leistungsfähige Antenne kein
stärkeres
Signal, als die bereits im Gerät eingebaute Antenne bringt.
Abhilfe schafft dann meist nur ein besserer Antennenstandort in anderen
Räumen, höheren Etagen des Hauses,
außerhalb des Hauses
(probieren sie die Antenne mal auf der Außenfensterbank) oder
am
besten hoch auf dem Dach.
- Vorsicht bei Fenstern!
Der UMTS-Mast ist durch das Fenster prima zu sehen. Da sollte eine
Antenne innen auf der Fensterbank das Problem doch lösen
können! Weit gefehlt! Bereits seit einigen Jahren haben Isolierglasfenster eine Metallbeschichtung (die sieht man nicht!) zur besseren Wärmedämmung (auch die ganz preiswerten aus dem Baumarkt). Da geht nichts!
- Die Anzeige
der Signalstärke oder der Verbindungs-Qualität durch
die Gerätesoftware ist oft mangelhaft.
Man sollte sich im Zweifelsfall besser an der erreichbaren Datenrate
und der Standhaftigkeit der Verbindung orientieren (besser noch mit
einer guten Pegelanzeige wie z.B. mit MWcon - siehe weiter oben).
- Der Antennenanschluß am Gerät ist nur für eine Diversity-Antenne!
Solche Geräte sind nicht zum Anschluß einer
leistungsfähigen Antenne geeignet. Diese Geräte
untzerstützen MIMO/MISO (Multiple Input, Multiple Output, Single Output).
Damit muß an den Anschluß eine Antenne mit etwa gleich hohem Gewinn,
wie die bereits eingebaute. Die externe Antenne ist damit nicht zur
Reichweitenerhöhung geeignet sondern nur zur Steigerung der Datenrate.
Solche Geräte sind z.B. K4505-H, Huawei E1820, 182e, 1823. Diese Geräte
gibt es teilweise auch mit anderer Firmware, die den Antennenanschluß
dann für eine leistungsfähige Antenne zur Reichweitenerhöhung nutzen
können (beim Vertreiber des Sticks nachhaken).
- Auch die verwendeten UMTS-Geräte sind nicht frei von Fehlern. Mehr
als einmal wurde uns von Kunden bereits berichtet, daß der
externe Antennenanschluß defekt war. Die interne Antenne brachte
ein kräftigeres Signal als die externe (diesen Effekt kann man mit
einer kräftigen Richtantenne aber auch an Örtlichkeiten mit
vielen Reflektionen haben). Erst ein Geräteumtausch löste das
Problem.
- Es kann auch ein Problem mit der Zellatmung auftreten. Die
Provider können in Zeiten mit hohem Datentransfer die
Sendeleistung abschwächen und reduzieren damit den
Versorgungsbereich der Zelle. Erhöhter Datentransfer tritt
vorwiegend in den Abendstunden auf.
- Nicht alle Sendemasten
versorgen ihr Gebiet gleichmäßig rundum,
sondern teilweise nur größere Ansiedlungen in einer
Vorzugsrichtung. Liegt man abseits dieser Richtung, kann ein
UMTS-Zugang dadurch unmöglich werden, obwohl der Mast in
erreichbarer Entfernung steht.
- Auch besteht die
Möglichkeit, daß man ein Signal in noch guter
Stärke empfängt (z.B. 40%), eine Einwahl ins Internet aber
trotzdem nicht möglich ist. Beispielsweise durch Interferenzen
muß das Signal nicht genauso stark am Sendemast ankommen, wie man
es selbst erhält und kann damit eine Einwahl unmöglich
machen. Dies kann dann auch tageszeitlich unterschiedlich sein.
- Auch eigentümlich Effekte treten manchmal auf:
Bei Messungen tagsüber stellten wir bei einem Test mit einer
unserer UMTS-Antennen keinen Gewinn fest. In den Abendstunden, war der
Antennengewinn jedoch deutlich vorhanden. Was die Ursache war, ist uns
bisher unbekannt. Möglicherweise ein Zusammenhang mit der
Zellatmung.
- Fahren
sie bei Problemen auch einfach mal in die Nähe des Mastes und
versuchen sie so ihr Problem zu verifizieren. Wenn sie die Ursache
eines Problems ermitteln können, läßt sich leichter
eine Abhilfe schaffen.
Viele Kunden berichteten uns nach Befolgung dieser Hinweise,
daß
sie trotzt anfänglicher Probleme infolge schlechter
Ausrichtung
ihr Verbindungsproblem erfolgreich lösen konnten z.T. auch in
Gegenden, wo die Provider keine Chancen für einen Empfang
sahen.
Ist
der nächste UMTS-Mast jedoch zu weit entfernt, bzw. durch zu
viele Bauwerke abgeschirmt, dann kann auch
die kräftigste Antenne das Problem
möglicherweise nicht lösen.
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