Eine Info des e-shops von Brennpunkt S.R.L. / Ing. Friedrich RapplDas Freeware-Programm MWconn von Markus Weber mit Pegelanzeige in dB und % ist eine wertvolle Hilfe um den Gewinn einer Antenne festzustellen. http://www.mwconn.com/. Achten sie jedoch darauf, wenn sie Antennen vergleichen, daß die angezeigten Werte nicht sehr genau sind (dies liegt an der Hardware in den UMTS-Geräten) aber für eine überschlägige Betrachtung recht brauchbar sind.
Wie gut eine Antenne ist, wird mit dem Antennengewinn angegeben. Ein einfacher Antennen-Dipol hat 2dBi (eine solche Antenne ist in jedem UMTS-Gerät bereits eingebaut). Eine externe Rundum-Antenne mit 2dBi Gewinn anzuschließen macht damit nur in ganz bestimmten Fällen Sinn. Jeweils doppelter Antennengewinn sind 3db mehr und damit vierfacher 6dB, achtfacher 9dB, usw. 6dB mehr benötigt man für doppelte Reichweite - bei freier Sicht.
Der Antennengewinn wird immer nur für das Antennenelement !ohne! Kabel angegeben! Es gilt: Dicke Kabel haben weniger, dünne Kabel höhere Verluste. Bei größeren Längen sind die dickeren Kabel unumgänglich! 2,7mm dünne RG174 Kabel (leider oft verwendet - weil billig) haben ca. 2dB/m - ein erschreckend hoher Wert - was bleibt da vom Antennengewinn noch übrig? Ein Verlust von 3dB bedeutet 50% Verlust, 6dB 75% Verlust. Moderne Kabel mit Schaumstoffdielektrikum mit etwa 2,8mm Durchmesser wie Microcell 3, LMR100, RF100 usw. haben ca. 0,9dB/m 5,4mm dicke wie Microcell 5+, RF5, H155 usw. etwas über 0,4dB/m. Kabel mit Schaumstoffdielektrikum ist das mindeste was sie fordern sollten. Alles andere ist heute nicht mehr zeitgemäß. * alle Verlustangaben beziehen sich auf UMTS-Frequenz von 2000MHz.
Achten sie auf die Plausibilität von Gewinnangaben! Nicht jeder, der seine Antennen verkaufen will, macht seriöse Angaben. Diese Tabelle ist aus unserer Erfahrung und der gängigen Literatur erstellt. Höheren Gewinnangaben sollten sie zumindest nicht leichtfertig Glauben schenken.
"Hochleistungsantenne" oder andere hochgestochene Wortschöpfungen wie auch "hochwertiges Kabel" sind oft dazu da, von schlechten Werten nicht veröffentlichter Daten abzulenken. Lassen sie sich davon nicht täuschen und fragen sie nach Antennengewinn und Kabelverlusten (und zwar in Zahlen! "Gut", "bestens", "hochwertig", ist keine brauchbare Angabe. Habe schon Angebote mit 5m! langem Kabel gesehen mit dem Vermerk "sehr geringer Empfangsverlust durch low loss RG174 Kabel". Aus diesem Kabel tröpseln nur noch jämmerliche 10% des Antennengewinns, 90% sind weg! Und es war auch nur eine 2dBi Antenne!). Vergleichen sie angebotene Antennen mit den oben aufgeführten Typen. Sicher werden sie eine passende Zuordnung finden und damit sehen, ob die Gewinnangaben plausibel sind (gerne ergänze ich auch die Liste um weitere Typen). Die Qual mit den Pigtails / Adapterkabeln / Antennensteckern Unterschiedliche Geräte haben unterschiedliche Antennenbuchsen und man benötigt dazu immer das passende Adapterkabel. Manche Stecker werden weltweit nur von einem Hersteller gefertig. Entsprechend teuer und manchmal auch schwer zu bekommen, sind dann diese Stecker und Adapterkabel. Eine Übersicht was wozu paßt, sowie die Stecker-Bezeichnungen finden sie auf unserer Web-Seite unter "UMTS-Stecker".
Wir hoffen, daß sie mit unseren Informationen jetzt in der Lage sind, die passende Antenne für sich zu finden, um in den Genuß von UMTS mit möglichst hoher Datenrate zu kommen. Was ist erlaubt, welche Antenne darf ich anschließen? In der untenstehenden Tabelle finden sie die zulässigen Sendeleistungen für die verschiedenen Dienste. Diese Sendeleistungen dürfen nicht überschritten werden. An der zulässigen Sendeleistung für ein UMTS-Handy von 0,25W können sie schon erkennen, daß im Gegensatz zu GSM900 Handy und GSM1800 Handy, bei denen 2W erlaubt sind, die Reichweiten bei UMTS erheblich eingeschränkter sind. Deshalb funktioniert die Übertragung mit GPRS immer noch, wenn mit UMTS schon lange nichts mehr geht. Beispiel: Die 0,25W dürfen sie an einer Iso-Antenne abstrahlen (lesen sie dazu auf unserer Web-Seite bei "WLAN-Antennen" die Erläuterungen nach). Liefert ihre UMTS-Karte 0.16W Sendeleistung, so dürfen sie nur eine 2dBi-Antenne anschließen. Die 2dBi-Antenne verstärkt ihr Signal von 0,16W auf 0,25W EIRP (effektiv isotrop abgetrahlte Leistung). Haben sie jetzt allerdings ein 20m langes Kabel mit 2 Steckverbindern, das vom Erdgeschoß bis in das Dach zur Antenne reicht, so macht dieses etwa 20m*0,4dB/m + 2*0,5dB/Stecker = 9dB Verlust. Diese 9dB können sie nun mit einer kräftigen Antenne kompensieren. Eine 2dBi-Antenne war in unserem Beispiel schon als vorhandene Antenne angenommen, zusätzlich können sie noch 9dB an Gewinn haben, 2dBi + 9dB = 11dBi. D.h. sie können eine Antenne mit einem Gewinn von 11dBi verwenden ohne die erlaubte Sendeleistung zu überschreiten. Für die Einhaltung der Grenzwerte ist jeweils der Betreiber (das sind sie) verantwortlich. Nur sie wissen auch, welche Komponenten sie zusammengeschaltet haben. Die Hersteller der Geräte haben nur sicherzustellen (CE-Kennzeichen), daß mit der "eingebauten Antenne" die Grenzwerte eingehalten werden. Wenn eine externe Antenne angeschlossen wird, ist selbstverständlich der Betreiber dafür verantwortlich. Hier ist noch der Link zur Bundesnetzagentur: http://www.bundesnetzagentur.de/ Da kann nachgelesen werden, was erlaubt ist. Hier die Zusammenstellung der wichtigsten Daten von UMTS (Frequenzen und erlaubte Sendeleistung)
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